"Außerdem studierte er abstruse Bücher, die aus chaldäischen Bibliotheken
gestohlen worden waren, wenn Fafhrd auch aus langer Erfahrung wusste,
dass der Mausling selten über das Vorwort hinauskaum (obwohl er oft die
letzten Kapitel aufrollte und neugierig hineinschaute und beißende Kritik
äußerte)."

Fritz Leiber, Das Spiel des Adepten


Sonntag, 18. August 2013

Jetzt ist wirklich Schluss !!!

Vermutlich beschwere ich mich zu häufig über die Remake-Mode im heutigen Filmgeschäft. Zum einen wird dieses Genöhle sicher irgendwann langweilig, zum anderen müssen Remakes nicht notwendigerweise Müll sein und nehmen eigentlich einen durchaus ehrenwerten Platz in der Geschichte des amerikanischen Kinos ein. Um den Filmhistoriker Max Alvarez zu zitieren:
Major filmmakers jumping on the remake bandwagon is not a new trend. Early in his career, Joseph Losey remade Fritz Lang’s M while Lang remade not one but two Jean Renoir films, La Chienne (as Scarlet Street) and La Bete Humaine (as Human Desire). Many have also forgotten that the great Douglas Sirk went remake crazy in the 1950s: the quintessentially Sirkian Magnificent Obsession (1954), There’s Always Tomorrow (1956), and Imitation of Life (1959) were all remakes of 1930s melodramas.
Dennoch gibt es auch hier Grenzen, die einfach nicht überschritten werden dürfen.
Als ich heute erfahren musste, dass Darkstone Entertainment vor habe, ein Remake von Plan 9 From Outer Space zu drehen, dachte ich zuerst, das sei ein Witz. Aber mit Humor scheint das alles leider überhaupt nichts zu tun zu haben, ganz im Gegenteil: Regisseur John Johnson will offenbar eine "serious-minded retelling of the original story" auf die Leinwand bringen, "without resorting to camp or parody".
Ed Woods Film ist so etwas wie die Mona Lisa des B-Movie-Schlocks. Wie kann man bloß auf die Idee verfallen, aus diesem Stoff einen ernsthaften Scifi-Horror-Film machen zu wollen?!? Das ist auf so vielen Ebenen falsch! falsch! falsch!

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