Nachdem vorgestern auf FragmentAnsichten der erste Teil des Gesprächs erschienen ist, das Christina, Alessandra und ich anlässlich unseres Rereads der "Legenden der Drachenlanze" geführt haben, nun also die (erste) Fortsetzung.
(2) Das Gute, das Böse und konservative Fantasy
[Alessandra] Auf der "Metaebene",
wenn man so will, ging es für mich in dem Buch auch viel um das
Hinterfragen von Gut und Böse – was ein bisschen paradox ist, wenn
man bedenkt, dass Krynn in dieser Hinsicht eine sehr flache,
statische Trennung vornimmt. Immerhin haben wir hier einen expliziten
„Gott des Guten“ (=Paladin) und eine „Göttin des Bösen“
(=Takhisis). Insofern ist es kein Wunder, dass dieses Hinterfragen
oft etwas halbherzig anmutet. Trotzdem hat es einige sehr starke
Stellen hervorgebracht. Ich denke, dass man Par-Salian keine
Sympathien entgegenbringt, war von Weis/Hickman durchaus gewollt -
spätestens in der Szene, in der er halb in eine Statue verwandelt
wird, geht Caramon ja hart mit ihm ins Gericht. Die wohl intensivste
Szene war für mich aber die, in der Raistlin nach der Schlacht von
Pax Tharkas die toten Gossenzwerge findet, die die Festung verteidigt
haben (in "Die Königin der Finsternis", dt. Band 4). Er
stellt fest, dass davon nichts in den Geschichtsbüchern stand und
fragt sich, ob das ein Zeichen ist, dass die Zeit bereits verändert
wurde und er nicht mehr in einer Schleife gefangen ist. Direkt danach
wird ihm aber klar, dass es bloß niemanden interessiert hat, was aus
den Gossenzwergen wurde und es daher nicht in den Schriften stand.
Diese Stelle sorgt erstens dafür, dass Raistlins Motivation –
ähnlich wie bei deinem Beispiel mit dem Pestdorf, Peter – klarer
wird. Zweitens wird er dadurch symapthischer, was nach allem, was er
Crysania, seinem Bruder, Dalamar und so ziemlich jedem anderen auf
seinem Weg während der Bücher antut, auch bitter nötig ist, allem
Verständnis für seinen Seelen-Unfrieden zum Trotz. Und drittens
zeigt es, dass selbst die "Neutralen", repräsentiert durch
den Schreiber Astinus, sich offenbar nicht um die Schwachen kümmern.
Es ist schade, dass solche Stellen im Unverhältnis stehen zu den
sonst stereotypen Einteilungen.
[Christina] Ich finde, dass das gar
nicht mal nur "Metaebene" ist, sondern sehr früh als
zentrales Motiv herausgestellt wird. In "Die Brüder" (dt.
Band 1, Kapitel 11) diskutieren Raistlin und Crysania exakt darüber:
Was ist das Böse? Raistlin erklärt, dass sein geschwächter Körper
der Preis für seine Macht war, welche Crysania aber als böse
anprangert. Dann fragt er, ob Ehrgeiz automatisch böse sei und ein
paar Seiten später zeigt er ihr das Armenviertel von Palanthas,
dessen Elend von den sich "gut" nennenden Leuten ignoriert
wird. Crysania will sich auch abwenden, doch Raistlin zwingt sie
hinzusehen:
"Wir sind nicht so verschieden.
[...] Ich lebe in einem Turm und widme mich meinen Studien. Du lebst
in deinem Turm und widmest dich deinem Glauben. Und die Welt dreht
sich" (Raistlin) "Das ist das wahre Böse", sagte
Crysania zu den Flammen. "Dazusitzen und nichts zu tun."
Das war für mich der Aufhänger (auch
nochmal zum Punkt der Motivation) der gesamten „Legenden“-Reihe.
Und dieses Nichtstun ist ja genau das, was Astinus, Par-Salian und
irgendwie auch die Götter (s. das Pestdorfkapitel) machen.
[Peter] Stimme all dem voll und ganz
zu. Die Pax-Tharkas-Szene war sogar eine der ganz wenigen, die ich
auch nach Jahrzehnten noch in Erinnerung hatte. (Zu schade bloß,
dass die vorhergehende, in der wir zu sehen bekommen, wie die
Gossenzwerge tatsächlich gestorben sind, so völlig missglückt ist.
Da sollen sie lächerlich und tragisch zugleich wirken, was für mich
so gar nicht funktioniert hat.) Und Par-Salian fand ich eigentlich
eine ganz interessante (und ziemlich unsympathische) Figur. Wenn er
z. B. eingesteht, dass die Zauberer-Konklave Raistlin in gewisser
Weise als "lebendige Waffe" für den Krieg gegen Takhisis
"geformt" hat. Oder er fest damit rechnet, dass
Crysania sterben wird, wenn er sie in die Vergangenheit schickt.
Mein Problem bei dem Ganzen ist
allerdings, dass mir diese Thematik nicht wirklich konsequent
durchgeführt zu sein scheint. Es gibt all diese Szenen, in denen die
Figuren (und das ganze Gut-gegen-Böse-Dings) sehr viel ambivalenter
erscheinen. Aber am Ende gibt es dann doch wieder eine sehr
klare Einteilung. Darum bin ich mir auch etwas unsicher, wie wir die
Raistlin-Crysania-Szene aus dem ersten Buch eigentlich lesen sollen.
Wenn die beiden bei ihrer gemeinsamen "Queste" tatsächlich
auch von dem Wunsch angetrieben werden, die Ungerechtigkeiten der
Welt zu beseitigen, wie haben wir es dann zu bewerten, dass diese
Queste am Ende als eindeutig "böse" verdammt wird?
[Christina] Wird sie das denn? Ich
finde, nur Raistlins Weg wird als Hybris entlarvt/geframet und
gleichzeitig bekommt er ein bisschen Vergebung (Redemption-Arc?),
wenn er am Ende Caramon und Crysania die Flucht ermöglicht. Wie
gesagt, das "Tal des Leidens" für eine danach bessere Welt
zu durchschreiten, "verdammt" die Quest in meinen Augen
nicht per se. Ist aber die Frage, ob die Welt dann wirklich besser
ist. Aber ja, sie war grundsätzlich fragwürdig und hätte die Welt
in ihren Tod gestürzt, also will ich dir auch nicht völlig
widersprechen.
[Alessandra] Ich bin da bei Christina –
ich habe es nicht so verstanden, als würde der Weg von Raistlin und
Crysania grundsätzlich als böse verdammt. Er war quasi ein Bug, von
der Welt nicht vorgesehen – was mich, nebenbei bemerkt, auch hat
fragen lassen, was überhaupt das Wesen der Götter ausmacht. Wäre
Raistlin erfolgreich gewesen, hätte das ja bedeutet, dass Götter im
Prinzip nur mächtige Magiekundige sind.
In Bezug auf die ethische Bewertung vor
allem von Raistlin fand ich es interessant, wie in den letzten beiden
Bänden (auf Englisch dann im letzten Band) dessen Halbschwester
Kitiara als Gegenspielerin inszeniert wurde. Obwohl sie keine
Apokalypse herbeiführt, wird sie uns hier als "die Böse"
präsentiert. Sie handelt ähnlich berechnend wie Raistlin und verrät
wie er ihre Freunde, wenn es mehr Macht für sie bedeutet.
Trotzdem wird Raistlin gewissermaßen
Vergebung zuteil, ihr nicht, sondern sie wird im Gegenteil zu einem
Leben als Untote an der Seite eines verfluchten Ritters verdammt. Ich
mag Kitiara als Figur nicht besonders und war immer froh, wenn ihre
Kapitel vorbei waren. Aber wie sie als das kaltherzige Böse
dargestellt wurde, dem nur in der Liebe zu Tanis ein wenig Sympathien
zugestanden wurde, war schon nicht ganz fair. (Am Ende war ich auch
geneigt, es als latent sexistisch zu lesen, dass alle weiblichen
Figuren im Buch, die über Macht verfügen, an dieser mehr oder
weniger zugrunde gehen.)
[Peter] Uff ja, Kitiara ... Die
halt ich ganz grundsätzlich für eine ziemlich problematische Figur.
Das fängt schon damit an, dass sie und Laurana in den "Chronicles"
zumindest anfangs hauptsächlich dazu existieren, die
innere Zerrissenheit von Tanis zu verkörpern. Die Elfin und die
Menschenfrau. Die Gute und die Böse. Darum sind sie auch in fast
allem als Gegensatzpaar konstruiert. Das fängt schon bei
Äußerlichkeiten an: Langes blondes Wallehaar bei Laurana, kurze
braune Locken bei Kit. Was das Ganze für mich aber besonders
unangenehm macht, ist, dass sich dieser Gegensatz vor allem in der
Sexualität zeigt. Laurana ist die reine und unschuldige Jungfrau.
Kitiara ist promiskuitiv, hat Spaß am Sex mit vielen wechselnden
Partnern. Und das wird eindeutig als "verwerflich"
dargestellt. Darum finde ich das Schicksal, das ihr Weis &
Hickman letztlich bereiten, auch so gruselig. Sie wird dazu verdammt,
in alle Ewigkeit die "Geliebte" eines lebenden Leichnams zu
sein! In gewisser Weise wird sie mit dem bestraft, worin sie
"gesündigt" hat. Jedenfalls werde ich das Gefühl nicht
los, dass diese Figur viel von einer extrem konservativen Reaktion
auf die Veränderungen der Zeit enthält. "Sexuelle Revolution"
und so. Und auch auf deren Widerspiegelung in Teilen der
Fantasyliteratur der 70er.
[Alessandra] An dem Punkt grätsche ich
kurz rein. Generell hatte ich beim Lesen oft den Eindruck, dass wir
hier die Art von Fantasy haben, die quasi dafür verantwortlich ist,
dass wir uns heute so aktiv gegen Klischees und -ismen stellen
müssen, die sich im Genre (vor allem in Subgenres wie eben der High
Fantasy) lange verfestigt hatten. Bücher wie "Der Träumer in
der Zitadelle" oder "Wenn Voiha erwacht", die wir in
vorherigen Rereads besprochen hatten, waren da deutlich progressiver
sowohl im Weltenbau als auch der Figurenzeichnung, obwohl sie älter
sind als Drachenlanze. Und so sehr ich die "Legenden" auch
mag und ihnen zugutehalte, dass sie sich manchmal durchaus um
Ambivalenzen bemüht haben – das konservative Bild wird hier ja
immer wieder sichtbar. Auch wenn es um die Figur von Crysania geht.
Sobald sie auch nur mal das entfernteste Anzeichen von sexueller
Anziehung verspürt, wird sie direkt von Raistlin zurechtgewiesen.
Und meistens folgt dann auch noch ein selbstreflexiver Monolog von
ihr, in dem sie feststellt, dass Raistlin Recht hatte und sie vom Weg
abgekommen ist, sich hat ablenken lassen oder was auch immer.
[Christina] Noch mal zu Kitiara: Auch
wenn das vielleicht Haarspalterei ist, Peter, aber ist es dann
wirklich eine problematische Figur oder sind nicht eher die anderen
Figuren im Umgang mit ihr (und letztlich der Plot) problematisch? Ich
weiß natürlich, wie du das meinst und stimme euch beiden in den
Beobachtungen zu, aber ich dachte zuerst, es käme gleich ganz viel
Kritik an Handlungen der Figur Kitiara.
Interessanterweise hab ich wenige
Erinnerungen an sie aus den „Chroniken“, außer dass ich sie als
Jugendliche wirklich mochte und sie teilweise sowas wie eine
Vorbildfunktion als selbstbestimmte Frau (mit viel Wut) für mich
hatte. Auch jetzt in den „Legenden“ war sie zwar eindeutig als
die Böse konzipiert, aber – wie ihr oben herausgearbeitet habt –
ihrer Zeit voraus.
Der Sexismus und allgemein -ismen sind
mir auch extrem stark aufgefallen. Crysania und Kitiara hatten hier
sehr deutliche Heilige-und-Hure-Vibes und die anderen Frauen waren zu
weinenden Hausfrauen degradiert worden. (Übrigens gab es nur bei den
Frauen zerrissene Kleidung, und höchstens bei Caramon mal einen
knappen Lendenschurz *räusper*).
Aber auch die Darstellung von
kognitiven Leistungen, Körpergewicht, Krankheiten etc. war extrem
unsensibel, teilweise war das für mich wirklich nur noch schwer zu
ertragen und nur mit Hinblick auf die Zeit aus der es stammt lesbar.
[Peter] Mein Eindruck ist, dass Kitiara
auf viele Leserinnen genau so gewirkt hat. Als Beispiel einer
selbstbestimmten Frau, als Identifikationsfigur, Vorbild oder
Inspiration. Jedenfalls hab ich das schon ein paar Mal so gelesen.
Aber im Kontext der Erzählung erscheinen doch gerade diese Züge
explizit oder implizit als Teil dessen, was sie zu einer der Bösen
macht, oder? Und macht es das nicht irgendwie noch unangenehmer? Als
"ihrer Zeit voraus" würde ich die Figur jedenfalls auf gar
keinen Fall bezeichnen. Es gab gerade in der Sword & Sorcery der
70er und frühen 80er bereits eine ganze Reihe von Frauenfiguren, die
mindestens ebenso selbstbestimmt aufgetreten sind, ohne deshalb als
böse oder unmoralisch abqualifiziert zu werden. Nicht selten waren
die da sogar die Heldinnen. Meine persönliche Tinfoil-Hat-Theorie
ist ja, dass Kitiara (ob bewusst oder unbewusst) eine konservative
Reaktion auf genau diesen neuen Typ Fantasyheldin darstellt. Beweisen
kann ich das natürlich nicht. Margaret Weis hat nach eigener Aussage
praktisch keine zeitgenössische Fantasyliteratur gelesen. Aber bei
Hickman wird das sicher anders ausgesehen haben. Who knows?
[Alessandra] Was die Darstellung von
Krankheiten angeht: Ich hab Raistlin in der Vergangenheit manchmal
als (einigermaßen) positives Beispiel für die Darstellung von
"Helden"-Figuren mit Behinderung / chronischer Krankheit
genannt. Aber nach der erneuten Lektüre muss ich auch sagen, dass
das in meiner Erinnerung deutlich unproblematischer war. In "Die
Stadt der Göttin" erhält er durch die Zeitreise ja einen
"jüngeren, stärkeren, gesünderen" Körper und ich fand
es z. B. ganz schön unangenehm, wie das an seine Fähigkeit
gekoppelt wurde, Zuneigung zu Crysania zu empfinden. (Mal ganz davon
abgesehen, dass ich irgendwann reichlich verwirrt war, wie viel von
seinen Beeinträchtigungen jetzt eigentlich angeboren ist und was
durch die Prüfung / Fistandantilus verursacht wurde. Und wenn man
davon absieht, dass Raistlin viel hustet und einige issues durch das
soziale Stigma hat, wird nie so ganz deutlich, was die Krankheit nun
eigentlich für Barrieren für ihn mitbringt.)
Seine physische Darstellung spielt
generell damit zusammen, wie in den Büchern die Figuren über ihre
Optik charakterisiert werden (wie eben auch schon mit Kit und Laurana
beschrieben). Richtig übel fand ich z. B., wie in "Der Hammer
der Götter" (dt. Band 5) der fiese Hauptmann von Kitiara schon
dadurch auf die Seite des Bösen gestellt wird, dass er einen krummen
Rücken hat – und das ist dann auch noch gleich die Begründung
dafür, weshalb Kit nichts mit ihm anfängt. Hinzu kommen Figuren wie
die Gossenzwerge oder auch Tolpan, die quasi aufgrund von
Volkszugehörigkeit einen minderen Intellekt eingeschrieben bekommen
haben. Ich glaube, Weis/Hickman hatten hier durchaus einen hehren
Anspruch an sich selbst, aber in der Ausführung tummeln sich u. a.
Ableismen und Lookismus.
[Peter] Also was Raistlins "Gebrechen"
angeht, ist es "kanonisch" glaub ich so, dass er von Geburt
an schwächlich war. Wenn ich mich recht erinnere, wäre er sogar als
Baby gestorben, wenn Kitiara nicht so verbissen um sein Leben
gekämpft hätte. Die "Prüfung" hat das wohl nur noch
einmal verstärkt. Aber um ehrlich zu sein, war ich bei der Lektüre
jetzt ähnlich verwirrt, was seinen Körperzustand in den
unterschiedlichen Zeitebenen betrifft. Mal ist er plötzlich der
"starke junge Mann" mit dem "muskulösen Körper",
dann hustet er doch wieder Blut. Wie's gerade für die Szene passt
...
[Christina] Ich habe Raistlin auch als
besseres Beispiel für behinderte/chronisch kranke Figuren im
Hinterkopf gehabt, was sich beim Reread leider nicht mehr bestätigt.
Die Darstellung von Alkoholismus und
PTBS war auch sehr stereotyp abwertend geschrieben – als weinerlich
übersensibel (allerdings spannend zu Rollenklischees, weil der
trinkende Caramon ja anfangs als der Versager-Mann schlechthin
dargestellt wird, er aber später seine Weichheit bzw. gefühlvolle
Empathie schönerweise behält). Gerade was den psychischen Aspekt
angeht, hätte das viel Tiefe ins Buch bringen können, war aber nur
auf Ekel und "stell dich mal nicht so an"-Momente
beschränkt. Dass das dann auch durch ein bisschen Sport bei den
Gladiatoren behoben werden konnte, war hart realitätsfern
Auffällig war dann auch, dass die
bösen Figuren alle verschiedene Disabilities hatten, die sie
äußerlich als Böse für die Leserschaft kennzeichnen sollten [Dazu
2 Literaturempfehlungen, die sich mit Disabilities motivgeschichtlich
auseinandersetzen –> "Literary Disability Studies –
Theorie und Praxis in der Literaturwissenschaft" Hrsg. Matthias
Luserke-Jaqui; "Entstellt – über Märchen, Behinderung und
Teilhabe" von Amanda Leduc]
Zu der Verwirrung bei Raislin möchte
ich noch hinzufügen, dass die Augen mich etwas verwirrt haben, weil
die Stundenglasaugen, mit denen er Verfall sieht, hatte er ja erst
nach der Prüfung. Aber in der Zeit gereist hatte er dann
zwischendurch seinen Vor-Prüfungs-Körper, jedoch mit spiegelnden
Augen? Ständig "zerbrachen" seine Augen in den Büchern
oder hatten nur einen "kleinen Spalt", bevor die
Betrachtenden wieder nur sich selbst sahen ... da hab ich entweder
etwas überlesen oder die Erklärung/Trennung nicht verstanden.
[Peter] Da ich zufällig grad die
allererste Drachenlanze-Kurzgeschichte "The Test of the Twins"
gelesen habe, die noch vor den „Chroniken“ im "Dragon Magazine"
erschienen ist, und in der es um die Prüfung geht, kann ich
zumindest so viel dazu sagen: Auch dort ist bereits von "spiegelnden
Augen" die Rede. Allerdings mehr als Metapher. Soll wohl
verdeutlichen, wie verschlossen und kontrolliert Raist ist. Niemand
darf seine Emotionen lesen können. In den "Legenden"
scheint das dann allerdings manchmal wörtlich genommen zu werden.
Schon komisch. Ich denke aber auch, dass die ausdruckslosen Augen auf
Raistlins "innere Leere" verweisen sollen, die vor allem
gegen Ende dann so oft betont wird.
Weiter geht's übermorgen dann erneut auf FragmentAnsichten mit den Themen "Die Figur Raistlin und Figurenkonstellationen".