"Außerdem studierte er abstruse Bücher, die aus chaldäischen Bibliotheken
gestohlen worden waren, wenn Fafhrd auch aus langer Erfahrung wusste,
dass der Mausling selten über das Vorwort hinauskaum (obwohl er oft die
letzten Kapitel aufrollte und neugierig hineinschaute und beißende Kritik
äußerte)."

Fritz Leiber, Das Spiel des Adepten


Dienstag, 6. November 2012

Wendigo-Herbst

Der Schnee, der vor gut einer Woche die Hügel und Wälder zum ersten Mal in sein weißes Gewand gehüllt hat, ist zwar inzwischen wieder geschmolzen, aber Wind, Nässe und Kälte lassen keinen Zweifel daran, dass die dunkle Jahreszeit begonnen hat.
And wintry walks the Wendigo,
The farmers curse their fear,
The season's wheel is slowly halting,
The mound folks' time is near. 

Weiß irgendwer, aus welchem cthulhuoiden Grimoire diese Verse stammen? Für mich scheinen sie jedenfalls sehr gut zum Anblick der schmutzigbraunen, abgeernteten Felder, des grauen, wolkenverhangenen Himmels und der dürren, sich im Winde wiegenden Zweige zu passen, der sich mir mir durch das Fenster bietet.
Ich glaube, ich sollte mal wieder Wendigo von Algernon Blackwood lesen. Meines Erachtens eine der gelungensten und atmosphärisch dichtesten Geschichten des Horror-Altmeisters – fast besser als seine berühmten Willows.
Und da wir gerade bei dem mythischen Ungeheuer aus der Überlieferung der kanadischen Algonquian sind: Ich bin heute auf folgendes, von Dwain Story geschriebene, von Denise Jordan Finley & Daniel Pagdon gesungene & gespielte Lied gestoßen:


Eine etwas andere Version des Textes findet sich hier

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