"Außerdem studierte er abstruse Bücher, die aus chaldäischen Bibliotheken
gestohlen worden waren, wenn Fafhrd auch aus langer Erfahrung wusste,
dass der Mausling selten über das Vorwort hinauskaum (obwohl er oft die
letzten Kapitel aufrollte und neugierig hineinschaute und beißende Kritik
äußerte)."

Fritz Leiber, Das Spiel des Adepten


Freitag, 27. Februar 2015

"Of all the souls I have encountered in my travels, his was the most human"

Ich habe erst relativ spät, im Alter von ungefähr achtzehn, meinen Weg zu Star Trek gefunden, und als ich einige Jahre später eine regelrechte Trekkie-Phase durchlebte, war es nicht die Original Series, sondern The Next Generation, welche meinem Herzen am nächsten stand. 
Dennoch war Spock immer die Figur des Trek-Universums, der ich mich am stärksten verbunden gefühlt habe, und noch heute hängt ein Bild des halbvulkanischen Wissenschaftsoffiziers der Enterprise über meinem Schreibtisch an der Wand. Spock verkörpert für mich wie kaum ein zweiter jene Werte, die Star Trek auszeichnen, und aus einer simplen SciFi-Serie der 60er Jahre etwas gemacht haben, was uns auch Jahrzehnte später noch anzusprechen und zu berühren vermag: Vernunft, Optimismus, Offenheit, Toleranz, Neugier, Empathie, Mut und Selbstlosigkeit.

Leonard Nimoy, der heute im Alter von 83 Jahren seiner Lungenerkrankung (COPD) erlag, war ohne Zweifel sehr viel mehr als Spock. Freunde & Freundinnen des phantastischen Films werden z.B. auch an Philip Kaufmans Remake von Invasion of the Body Snatchers denken müssen. Dennoch wird sein Name zweifellos auf immer mit der Figur des berühmtesten Vulkaniers aller Zeiten verbunden bleiben, dem er auf so bewunderungswürdige Weise Leben einzuhauchen verstand.

Ehren wir sein Andenken, indem wir uns immer wieder auf jene Werte zu besinnen versuchen, als deren bester Vertreter Spock in die Annalen des phantastischen Fernsehens eingegangen ist.

Live long and prosper!

 

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