- The Strange and Deadly Show: The Child / Phantasm
- SFFaudio Podcast: Citadel Of Fear by Francis Stevens
- Hypnobobs - Microgoria 48: The Dracula File
- Trilogy of Terror Podcast: Celluloid Screams 2017
- Trekabout - Episode 270: Magic to Make the Sanest Man Go Mad
- The Nasty Pasty Podcast - Episode 8: Classic Slashers
- Tuning In - Episode 68: The X-Files, Hell Money / Jose Chung’s From Outer Space
- The Folklore Podcast - Episode 30: Vampires: A Folklore Perspective. Part 2 - Protection and Dispatch
- Hypnobobs - From The Great Library of Dreams: Ghost Hunt by HR Wakefield
- In the Vault by H.P. Lovecraft vorgetragen von Julia Morgan
- The Monster Hunters: Queen of the Yeti Men trailer
- NUTS4R2 bespricht Thor - Ragnarok * Dracula (1931) * Before I Wake
- Movies Silently: Made for Love (1926) - A Silent Film Review von Fritzi Kramer
- Movies Silently: Theme Month! November 2017: Anti-Slapstick
- Movies Silently: Cooking with the (Silent) Stars: Ramon Novarro’s Guacamole
- Movies Silently: Eating the Silents: Mary Pickford’s Orphanage Stewed Prunes
- 366 Weird Movies: The Lure (2015) von Alex Kittle
- Screaming Queenz: Horror Hotties for Halloween von Jon Larkin
- Moviedrone: Vol. 5 & Special: Blade Runner 2049 von Charlie Brigden
- Once Upon A Screen: 5 Hitchcock Murderers and Their Real-Life Inspirations von Aurora
- Diabolique Magazine: Nag Vladermersky Discusses Animated Horror Ahead of His Upcoming Miskatonic Institute of Horror Class
- Sean Baker’s The Florida Project: “The joy and heart and humor of being a child” von Joanne Laurier
- Animation World Network: The Disney Strike of 1941: How It Changed Animation & Comics von Tom Sito
- FragmentAnsichten: Oktoberansichten 2017 von Alessandra Reß
- FragmentAnsichten: Top 7: Asterix-Bände
- Böhmerts Hasenbrot: Vor dreißig Jahren: Ich schreibe einen persönlichen Klassiker
- Translate or Die: „The Fisherman“ von John Langan
- Fantasyguide: Interview mit Matthias Oden
- Weird Fiction Review: Gateways to the Weird: An Interview with Matthew M. Bartlett
- Black Gate: 1970s Horror Comics, Old and New: Eerie and Bloke’s Terrible Tomb of Terror von Derek Kunsken
- Strange Horizons: Science Fiction and the Arab Spring: the critical dystopia in contemporary Egyptian fiction von Sinéad Murphy
- Lois McMaster Bujold on Fanzines, Cover Art, and the Best Vorkosigan Planet
- Starship Reckless: Anything for a Son von Athena Andreadis
- The Public Domain Review: Defining the Demonic von Ed Simon
- Rant: The Bubble of the Upper Middle Class von Steven Brust
- Cookie's Wonderland: Die Spielemesse 2017
- The Pirate Empire: Lady Pirate – Mary/Elizabeth Killigrew * Pirate Headgear
Seiten
"Außerdem studierte er abstruse Bücher, die aus chaldäischen Bibliotheken
gestohlen worden waren, wenn Fafhrd auch aus langer Erfahrung wusste,
dass der Mausling selten über das Vorwort hinauskaum (obwohl er oft die
letzten Kapitel aufrollte und neugierig hineinschaute und beißende Kritik
äußerte)."
Fritz Leiber, Das Spiel des Adepten
gestohlen worden waren, wenn Fafhrd auch aus langer Erfahrung wusste,
dass der Mausling selten über das Vorwort hinauskaum (obwohl er oft die
letzten Kapitel aufrollte und neugierig hineinschaute und beißende Kritik
äußerte)."
Fritz Leiber, Das Spiel des Adepten
Samstag, 4. November 2017
Strandgut der Woche
Dienstag, 31. Oktober 2017
Happy Halloween !
Halloween hat eine lange Geschichte. Wenn auch keine so lange, wie manche glauben. Wer sich für die Details interessiert, dem sei ein Besuch von Mr. Jim Moons phantastischer und epischer Podcast-Reihe The Origins of Halloween (1 * 2 * 3 * 4 * 5) empfohlen.
Hierzulande freilich ist das hohe Fest der Gespenster und Hexen eine relativ neue Ergänzung zum Festtagskalender und hat sich auch heute noch keineswegs allgemein durchgesetzt. Zwar sind mir diesmal auch in meinem kleinen Odenwalddorf mehr Jack O'Lanterns in den Vorgärten aufgefallen, aber als ich vor einem Jahr abends von der Arbeit nach Hause spazierte, war ich schon glücklich, wenigstens drei kleinen Hexen auf Rundgang zu begegnen.
Die "offizielle" Version der Verbreitung von Halloween in Deutschland beginnt im Frühjahr 1991.
Der Ausbruch des Golfkriegs hatte dazu geführt, dass die traditionelle Karnevals-Saison mehr oder weniger ausgefallen war. Eine Reaktion, die man sich heute – in unserer Ära der permanenten Kriege – kaum mehr richtig vorstellen kann. Aber es waren eben andere Zeiten. Trotz vereinzelter Militärinterventionen in den 80er Jahren (Libanon, Grenada, Panama) hatte sich die US-Mordmaschinerie seit ihrer demütigenden Niederlage in Vietnam eher zurückgehalten. Nun trat sie erstmals wieder mit voller Macht in Aktion.
Wie dem auch sei, jedenfalls versaute das Gemetzel am Persischen Golf der deutschen Karnevals-Branche das Geschäft:
Weil im Irak Bomben fielen, hatte in Deutschland niemand Lust auf ein fröhliches Fest, und so wurden die Rosenmontagszüge abgesagt. Für die Unternehmer war das ein großes Problem: Die Clownskostüme und Masken, mit denen sie Geld verdienen, wollte nun natürlich niemand mehr haben.[...] Alle, die normalerweise mit Karnevalsartikeln Geld verdienten, machten sich nun Sorgen um die Zukunft, es gab ein großes Krisentreffen: Was würde sein, wenn wieder einmal ein Krieg oder eine andere Katastrophe den Leuten die Lust auf den Fasching verderben würde? Womit könnte man sonst noch Geld verdienen?
Man verfiel auf die Idee, mit Halloween ein zweites Standbein für die Industrie zu etablieren. Unter der Leitung von Dieter Tschorn vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) wurde eine konzentrierte Medienkampagne gestartet, um das Fest in Deutschland populär zu machen.
Keine sehr hübsche Geschichte, ich weiß. Aber selbst wenn zynische Geschäftemacherei einen wichtigen Beitrag dazu geleistet haben sollte, die Herrschaft von König Jack O'Lantern auf deutsche Gefilde auszuweiten, dämpft das doch in keiner Weise meine Liebe für das Fest. Ich habe diesen kleinen historischen Exkurs auch nur deshalb unternommen, um zu illustrieren, warum Halloween kein fester Bestandteil meiner eigenen Kindheit war – und es wohl auch gar nicht sein konnte.
Ich habe vage Erinnerungen daran, als Kind das berühmte Halloween-Special der Peanuts – It's the Great Pumpkin, Charlie Brown (1966) – gesehen zu haben, aber die Gestalt des Großen Kürbis, dessen mitternächtliches Erscheinen über dem Kürbisfeld Linus so vertrauensvoll erwartet, war für mich mit keinen mir vertrauten Traditionen verknüpft und hat sich mir wohl gerade deshalb als eine eigentümliche Skurrilität besonders stark ins Gedächtnis eingeprägt.
Nicht viel besser sah es während der einzigen "Gamer" - Phase meines Lebens aus, als ich Mitte der 80er am C64 Cauldron zockte – ein Spiel, das mir sehr gut gefiel, dessen Hexen und Kürbisse aber gleichfalls keine Assoziationen mit mir bekannten Festgebräuchen in mir wachriefen. Glaube ich zumindest ...
Vielleicht war ich ja in dieser Hinsicht besonders ungebildet, aber eine weitere kleine Anekdote sollte – denke ich – sehr schön zeigen, wie unbekannt Halloween weiland in diesen Landen war.
Wenn meine Erinnerung mir nicht einen besonders dreisten Streich spielt, gibt es eine Episode der Munsters, in der Herman, Lily & Anhang für Leute in Halloween-Verkleidung gehalten werden. {Ich glaube, es ist Family Portrait}. In der deutschen Synchronisation wird der Name des Festes durch Fasching ersetzt. Man ging offensichtlich davon aus, dass sich das Fernsehpublikum der 60er Jahre unter Halloween nichts vorstellen konnte. Und auch wenn der Ersatz nicht wirklich funktioniert – Frankenstein-Monster und Vampir-Ladies waren glaub' ich nie beliebte deutsche Karnevalskostüme – erschien das den Verantwortlichen wohl immer noch als die bessere Wahl.
Doch auch wenn ich mit dem eigentlichen Charakter Halloweens und mit seiner Ikonographie lange Zeit nicht vertraut war, war mir die Existenz des Festes doch schon seit frühester Kindheit bekannt. Das klingt jetzt etwas verwirrend? – Lasst mich erklären!
Ich bin in unmittelbarer Nachbarschaft zur Burg Frankenstein bei Darmstadt/Eberstadt aufgewachsen. Und dort begannen in den 70ern die GIs der nahegelegenen Kasernen {und wohl auch ihre Familien} alljährlich Halloween zu feiern. Ursprünglich muss das ein ziemlich wüstes Treiben gewesen sein. Jedenfalls machten unter uns Kindern Geschichten von makabren Späßen wie abgeschlagenen Schweinsköpfen, die man zur Belustigung der Feiernden durch den nächtlichen Wald rollen ließ, die Runde. Etwas später war gar davon die Rede, dass jemand dort oben an einem Herzinfarkt gestorben sei, weswegen man den Charakter der Festivitäten etwas entschärft habe. Wieviel davon ins Reich der "urbanen Mythen" gehört, sei dahingestellt.
Dass sich die GIs für ihre Party ausgerechnet die alte Burgruine aussuchten, war aufgrund der verführerischen Namensverwandtschaft zum guten Dr. Victor nicht verwunderlich. Doch sollte dasselbe Jahrzehnt die Geburt einer frustrierend zählebigen fixen Idee erleben, derzufolge das Gemäuer allen Ernstes die Inspirationsquelle für Mary Shelleys epochales Werk gewesen sei. Verantwortlich dafür war niemand anderes als Radu Florescu – der Mann, der zuvor bereits die ebenso irrige Vorstellung in die Welt gesetzt hatte, dass Bram Stokers Dracula mit Vlad Tepes identisch bzw. von der Gestalt des walachischen Woiwoden inspiriert gewesen sei. In seinem Buch In Search of Frankenstein stellte Florescu die durch nichts zu belegende These auf, dass Shelley während ihrer Rheinreise von 1814 die Burg besucht und dabei Geschichten über den dort geborenen Alchimisten Johann Konrad Dippel (1673-1734) gehört habe, was der Anstoß für ihren Modern Prometheus gewesen sei. Mitte der 90er griff der selbsternannte "Burgschreiber" Walter Scheele diese Idee wieder auf und spann sie weiter, wobei er sich auf allerlei nicht auffindbare "Dokumente", verborgen gehaltene "Tagebücher" und ähnlichen Humbug berief. Eine ausführliche Darlegung der ganzen bizarren Geschichte kann man sich hier durchlesen.
Die Halloween-Feiern auf der Burg, die für mich als Kind von einem mysteriös-morbiden Zauber umgeben waren, haben sich inzwischen zu einem gewaltigen Spektakel weiterentwickelt. Ein weiteres Zeichen für den Wandel der Zeiten.
Wie dem auch sei, ich wünsch euch allen da draußen jedenfalls ein hübsch-gruseliges Halloween!
Lassen wir das Ganze nun ausklingen mit This is Halloween aus The Nightmare Before Christmas (1993) – Produkt jener wunderbaren Zeit, als Tim Burtons Exzentrizitäten ihren Charme noch nicht verloren hatten.
Die Halloween-Feiern auf der Burg, die für mich als Kind von einem mysteriös-morbiden Zauber umgeben waren, haben sich inzwischen zu einem gewaltigen Spektakel weiterentwickelt. Ein weiteres Zeichen für den Wandel der Zeiten.
Wie dem auch sei, ich wünsch euch allen da draußen jedenfalls ein hübsch-gruseliges Halloween!
Lassen wir das Ganze nun ausklingen mit This is Halloween aus The Nightmare Before Christmas (1993) – Produkt jener wunderbaren Zeit, als Tim Burtons Exzentrizitäten ihren Charme noch nicht verloren hatten.
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