"Außerdem studierte er abstruse Bücher, die aus chaldäischen Bibliotheken
gestohlen worden waren, wenn Fafhrd auch aus langer Erfahrung wusste,
dass der Mausling selten über das Vorwort hinauskaum (obwohl er oft die
letzten Kapitel aufrollte und neugierig hineinschaute und beißende Kritik
äußerte)."

Fritz Leiber, Das Spiel des Adepten


Samstag, 23. April 2016

Prince & Phouka

Ich bin ganz sicher nicht die richtige Person, um dem Genie des vorgestern im viel zu jungen Alter von siebenundfünfzig Jahren verstorbenen Prince Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, deshalb werde ich das auch gar nicht erst versuchen. Stattdessen möchte ich bloß auf eine kleine Anekdote hinweisen, die Freunde & Freundinnen des Phantastischen vielleicht ganz interessant finden könnten.
Neben allem anderen, was Prince uns an Wundervollem geschenkt hat, spielte der Künstler auch {freilich ohne es zu wissen} eine nicht ganz unwichtige Rolle bei der Geburt der Urban Fantasy. War er doch die Inspiration für die Figur des Phouka in Emma Bulls 1987 erschienenem Roman War for the Oaks, der als das vielleicht wichtigste Gründungswerk des Subgenres gelten darf.
Bei meiner ersten Lektüre des Buches war mir das allerdings gar nicht bewusst geworden, doch als mich die wunderbare Athena Andreadis im letzten Jahr darüber aufklärte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Warum war ich da nicht schon viel früher drauf gekommen? Schon allein der Umstand, dass War for the Oaks u.a. ein Roman über Musik und Minneapolis ist, hätte mir eigentlich als deutlicher Hinweis dienen sollen.
Unglücklicherweise ist mir mein Exemplar des Buches vor einigen Jahren abhanden gekommen, so dass ich im Moment nicht in der Lage bin, spontan einmal wieder die Geschichte von Eddi McCandry, dem Phouka und dem Kampf zwischen dem Seelie und dem Unseelie Court zu besuchen. Ich sollte mir wirklich eine neue Ausgabe besorgen, denn War for the Oaks ist ein großartiger Roman. {Auch wenn jüngere Leser & Leserinnen Emma Bulls Leistung oft nicht recht zu würdigen verstehen, wurde sie in den letzten drei Jahrzehnten doch unzählige Male kopiert}.
Wie dem auch sei. Zum Abschluss nun Why Should I Love You -- eine Kooperation von Kate Bush und Prince. Erschien mir irgendwie angemessen ...


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